Stabilbaukästen ab 1950 : Der Neuanfang


Was geschah ab 1950 mit Stabil ?

Durch dem Krieg verlor die Firma Walther den größten Teil ihres Vertriebsgebietes. Stabil war vor dem Krieg hauptsächlich im Norden und Osten Deutschlands vertreten, in einem Dreieck Hamburg, Breslau (Wroclaw), Königsberg (Kaliningrad). Diese Gebiete lagen nach dem Krieg großteils in Polen und der DDR, waren damit als Absatzgebiet für eine Westberliner Firma nicht mehr erreichbar. Es war also schwer, im von Märklin dominierten West- und Süddeutschland Fuß zu fassen.
Erschwerend kam hinzu, dass Spielwarenhändler, die Märklin Spielzeugeisenbahnen führten, auch Märklin Metallbaukästen anboten. Viele dieser Händler sahen keinen Grund, sich noch ein zusätzliches Metallbaukasten-System zuzulegen. Dieser letztgenannte Umstand dürfte Walther's Stabil am meisten geschadet haben.

Nach dem Krieg wagte Walter Walther erst im Jahr 1950 einen Neubeginn - wahrscheinlich wegen der Berlin-Blockade. Es wurden im März 1950 nur die Kästen 48, 48M, 49 bis 52, 49a-51a und der Knirps-Federmotor angeboten. Im Herbst erschienen die Kästen 53 und 52a.
Im August 1951 kamen die Kästen 49M, 50M und 53a dazu.
Eine Neuauflage der Erfinderbaukästen war zwar vorgesehen, wurde jedoch nicht mehr realisiert. Die Kanonenbaukästen, Stabila, das Baukastensystem Miniatur und die Holzbaukästen Record wurden nicht mehr produziert.

Deckblatt Vorlagenheft 49 von 1953 Ebenfalls im Jahr 1951 erfolgte wieder ein Nachdruck des Vorlagenheftes 49-52. Es enthielt die gleichen Modelle wie das Heft von 1936.
Auch das Deckelbild der Kästen und das Deckblatt der Vorlagenhefte ist wie vor dem Krieg. Einzig die Adresse der Firma Walther & Co ist ab 1951 nicht mehr "BERLIN SO 36" sondern "BERLIN - NEUKÖLLN".
Die Kästen dieser Zeit hatten die gleiche Aufteilung wie vor dem Krieg. Außen sind die Kartons hellblau marmoriert. Innen sind sie meist orange-farben ausgekleidet, wobei man auch 1952 noch innen die blaue Auskleidung findet oder nur unbeklebten Karton. Es wurden jedoch auch Restbestände von Kartons aus der Vorkriegszeit noch aufgebraucht. Man kann solche Kartons bei den Ergänzungskästen finden.

Mitte 1951 wurde ein neuer Elektromotor für 20V herausgebracht.

1952 erschien wieder der Ergänzungskasten 54a mit all den besonderen Teilen, die nur für den früheren Kasten 55 reserviert waren. Die früheren Großkästen 54 und 55 wurden aber nicht mehr aufgelegt. Die Prospekte von 1952 zeigen die Grundkästen 48-53.

In 1953 wurden die blauen Plastik-Füllplatten 95-95c eingeführt und den Kästen beigelegt. Ebenso wurden die Papierbögen 148a-148d zum Füllen von Freiflächen den Grundkästen zugefügt.
Alle Grundkästen enthalten jetzt die kleinen Autoreifen 84b, auch der Kasten 49.
Ein neuer Stabil-Federmotor, der deutlich schwächer war als der Vorkriegsmotor, erschien. Leistungsmäßig ist er mit den großen Federmotoren anderer Hersteller vergleichbar.
Nach 1953 war auch die Zeit der hellblau marmorierten Kartons vorüber. Teile, die den Krieg überdauert haben, lagen bis etwa 1954 noch in den Kästen.

Deckelbild Kasten 53a von etwa 1963 Ab dem Jahr 1955 ziert ein neues Deckelbild die Baukästen.
Das Jubiläums-Zeichen "50" und die Jahresangabe 1906-1956 fallen sofort auf. Aber, was da bejubelt wird, sagt uns die Firma Walther nicht.
Die Firma Walther wurde 1903 gegründet. 1904 erschien der erste Metallbaukasten "Walther's Ingenieur Bauspiel". 1905 wurde eine kleine Spielzeugfabrik gegründet. Zum Jahr 1906 passt nur das Record-DRGM. Record gab es nach dem Krieg jedoch nicht mehr. Stabil erschien erst 1911.

Man findet auf Kästen von 1955 jedoch vereinzelt noch das alte Deckelbild von 1954.
Das neue Bildmotiv finden wir 1955 auch schon auf dem Deckblatt der Vorlagenhefte. Die Modelle in den Vorlagenheften sind 1955 jedoch immer noch die gleichen wie 1936.
Die Kartons für die Kästen sind nun durchweg königsblau marmoriert, so wie man es von den Nachkriegskästen allgemein kennt. Die Kartons aus Vorkriegszeiten mit unterschiedlichen Farbnuancen und verschiedenen Mustern sind aufgebraucht.
Die ehemaligen Patentzahnräder heißen ab 1938 schon Zahnräder 25c-25f und bestehen ab 1955 (oder schon früher) aus gelbem Duroplast. Den Kästen ab 50a wurden nun auch die größeren Autoreifen 84a für die Flanschenräder 22 beigegeben (wahrscheinlich schon 1954).

Im Jahr 1956 erschien das Vorlagenheft für die Kästen 49-52 auch inhaltlich in überarbeiteter Form. (Das älteste dieser überarbeiteten Hefte hat hinten noch die Jahreszahl 1955 aufgedruckt, lag aber einem Kasten vom Oktober 1956 bei.) Diese Arbeit ist die letzte große Erneuerung am Stabil-Baukasten.
Die Überarbeitung des Vorlagenheftes ist Torsten Walther (1924-2004), dem Enkel von Franz Walther, zu verdanken, der alle Bilder der Modelle neu zeichnete.
Insbesondere die seit 1925 überfällige Bearbeitung der Modelle für den Kasten 52 wurde jetzt ausgeführt.
Die Gewindestifte 4a wurden ab 1956 von 90mm auf 100mm verlängert. Eine neuere Version des Elektromotors wird in den Vorlagenheften gezeigt.

Die Zeit um 1956 war in Deutschland durch einen wirtschaftlichen Aufschwung geprägt. Man spricht vom Wirtschaftswunder. Die Firma Walther konnte wieder geschäftlich erfolgreich sein.
Es sind aus diesen Jahren Bilder von der Spielwarenmesse in Nürnberg verfügbar.
Leider gingen danach die Verkaufszahlen nicht mehr deutlich nach oben. Eine Statistik über erhalten gebliebene Kästen zeigt Einzelheiten dazu.

Die anderen Metallbaukasten-Hersteller waren in gleicher Weise von diesem Trend betroffen.

Ab 1957 gab es Plastik-Füllplatten in den Farben blau, gelb, rot und grün. In diesen Farben wurden sie auch den Kästen beigelegt. In den Kästen 49 und 50 ist ein Exemplar einer jeden Füllplatte blau, das andere gelb. Bei den größeren Kästen sind die unterschiedlichen Farben bunt verteilt.
Es erschien der Batterie-Elektromotor.

1957 wurde Torsten Walther Miteigentümer der Firma Walther & Co. Er war bereits 1950 in die Firma eingebunden. Nach dem Tod von Walter Walther in 1963 wurde Ella Walther, geborene Kristensson, stiller Miteigentümer der Firma. 1966 wurde Torsten Walther, nach dem Tod von Ella Walther, alleiniger Eigentümer [HRA18933].

Vorlagenheft 49-52 von 1966 Um 1966 wurden die Papierbögen 148a-148d den Baukästen nicht mehr beigelegt. Das Jubiläums-Zeichen "50 Jahre" verschwand bereits ab 1965 von den Deckelbildern, der Übergang dauerte aber Jahre. Von den Deckblättern der Vorlagenheften verschwand das Jubiläums-Zeichen bei der Auflage von 1966. Man erkennt dort seitdem einen großen gelben Fleck.
Es gab danach keine Änderungen mehr am System.

Mitte bis Ende der 60er Jahre gab es nochmals, parallel zu den Kästen in den blauen Kartons, eine Charge von Kästen in roten Kartons mit einem Klarsichtdeckel. Diese roten Kästen wurden über Discounterketten (z.B. Metro) und Kaufhäuser vertrieben. Man erreichte damit nochmals bessere Umsätze.
Die blauen Kartons, jetzt mit roter Innenauskleidung, waren dagegen für den normalen Spielwarenhandel bestimmt.
Es sind aber auch größere Ergänzungskästen (52a, 53a) in roten Kartons gefunden worden.
Die Kästen nach 1966 haben keinen Datumsstempel mehr.

1970 wurde die Produktion von Stabil aus Kostengründen eingestellt. Es war nach der Nürnberger Spielwarenmesse im Frühjahr, denn es gibt noch eine dazugehörige Preisliste als letzten bekannten Prospekt der Fa. Walther.
Torsten Walther war danach, wie schon Jahre zuvor auch, weiterhin als selbständiger Handelsvertreter tätig. Das Grundstück in der Harzer Straße 60-63, wo der Firmensitz war, wurde gemeinsam mit der Produktion aufgegeben. (Es war ja auch keine Produktion mehr im engeren Sinne, sondern lediglich die Zusammenstellung der fremdproduzierten Teile zu den dann handelsüblichen Kästen.) Restbestände von Teilen sind einem Altmetallhändler übergeben worden.
Es tauchten danach vereinzelt noch Kästen auf mit einem abenteuerlichen Teilesammelsurium und einem englischen Vorlagenheft von 1931. Das sind aber keine eigentlichen Stabil-Baukästen der Fa. Walther mehr. Hier wurden offensichtlich Restbestände verkauft.

Im November 1991 ist die Firma Walther & Co erloschen. (So steht es im Handelsregister [HRA6062]).

Heute ist das ehemalige Firmengelände in der Harzer Straße mit neuen Wohnblocks überbaut und von der Stabil-Fabrik der 30er Jahre ist nichts mehr übrig.

Das ist das traurige Ende eines einst vielbeachteten Spielzeugs.


Informationen aus Prospekten ab 1950

Im Folgenden finden Sie Innenansichten von Grundkästen, die ich aus Vorlagenheften und Prospekten übernommen habe.
Wenn man die aktuellen Maße der Verpackungskartons mit denen früherer Jahre vergleicht, so fällt auf, dass die neuen Kartons deutlich größer sind. Man erkennt ganz deutlich das Bestreben, die Kästen möglichst groß erscheinen zu lassen - sozusagen ein Zelebrieren der wenigen Teile.

Weitere Informationen zu Prospekten und Reklamematerial ist verfügbar.

Kasten 49 und 49M von 1952 Das Bild links zeigt den Kasten 49 und Kasten 49M, beide aus dem Prospekt von 1952.
Der Kasten 49 enthält jetzt Autoreifen 84b. Man hat die Teile deshalb etwas anders auf die Grundpappe genäht als vor dem Krieg.
Der Kasten 49M enthält zumindest bis etwa 1965 die Schnurräder 5c an Stelle der sonst üblichen Schnurräder 5.
Das Bild des Kastens 49M (rechts) ist das einzige mir bekannte Prospektbild von diesem Kasten.
Kasten 49 ab 1953 Das Bild links für den Kasten 49 wurden von 1953 bis zum Ende in Prospekten abgedruckt.

Die folgenden beiden Bilder zeigen den Kasten 50. Das linke Bild wurde 1952 verwendet. Das rechte Bild war von 1953 bis zum Ende in den Prospekten abgedruckt. Selbst im Prospekt von 1969 erkennt man noch das Vorlagenheft von 1953 im Kasten 50.
Kasten 50 von 1952 Kasten 50 ab 1953
Vom Kasten 51 sind mehrere Bilder vorhanden.
Das erste Bild (links) stammt von 1952. Es erinnert noch an die Kästen der Vorkriegszeit.
Das zweite Bild (rechts vom ersten) stammt von 1953. Der Prospekt von 1954 zeigt es auch. Die Füllplatten 95-95c sind bereits im Kasten enthalten, die mittleren Autoreifen 84a aber noch nicht.
Das dritte Bild ist aus dem Jahr 1955, wurde aber auch 1957 noch in Prospekten verwendet. Im Kasten liegt noch das Vorlagenheft mit dem älteren Deckblatt. Die Autoreifen 84a sind bereits enthalten.
Das vierte Bild stammt von 1968. Es wurde in den bekannten Prospekten spätestens ab 1961 benutzt. Es wird das Deckblatt des Vorlagenheftes mit Jubiläums-Zeichen gezeigt, das ab 1966 nicht mehr benützt wurde.
Kasten 51 von 1952 Kasten 51 von 1953-1954 Kasten 51 von 1955 Kasten 51 ab 1956

Das folgende Bild zeigt den Kasten 52, wie er 1955 (oder früher) im Handel war. Das Bild stammt aus dem Prospekt von 1968.
Im Prospekt von 1952 wurde das Bild von 1931 wiederbelebt (mit Spardose, die es bereits 1938 nicht mehr gab).
Kasten 52 ab 1955

Das nächste Bild zeigt den Kasten 53. Im Prospekt von 1968 wird vermerkt :
"Dieser Baukasten ist z.Z. unser größter Grundkasten, die Größen Nr. 54 und 55 lassen sich mit Hilfe der Ergänzungskästen Nr. 53a und 54a zusammenstellen."
1952 verwendete man für den Kasten 53 das Bild von 1931 (mit der Spardose !).
Kasten 53

Informationen zu weiteren Prospekten sind verfügbar.

No.19521962-1963 1967-1969
TeileMaßeGewicht TeileMaßeGewicht TeileMaßeGewicht
48 100210*320*20450g 98240*380*30650g 98235*380*35650g
48M  190*310*70900g 101190*310*70900g 101 900g
49 144240*380*20700g 156290*430*40900g 152265*425*25900g
49M  230*340*701100g 159230*340*701100g 155 1170g
50 205260*430*251400g 216290*440*401650g 212295*445*351650g
50M  260*430*701750g 219260*430*701750g 212 1820g
51 359280*410*352150g 383280*410*352650g 379310*500*502650g
52 517280*370*553550g 545300*500*604350g 549310*500*604350g
53 770270*420*655200g 806300*500*805700g 819310*510*705850g
48a   350g 56 300g 56 280g
49a   720g 76 920g 71 850g
50a   900g 163 1120g 167 1120g
51a   1200g 166 1350g 170 1350g
52a   1550g 261 1600g 270 1500g
53a  275*420*252500g 416275*420*252500g 423 2500g
54a  295*480*506000g 1388295*480*506850g 1393 6400g
Die Tabelle rechts stammt aus den Prospekten von 1952, 1962 und 1968. Die Daten wurden so übernommen, wie sie in den Prospekten standen. Es wurden keine Korrekturen vorgenommen, auch wenn die Daten nicht plausibel sind.

In den Prospekten von 1964 und 1965 waren für die Grundkästen 49-53 vier Teile mehr angegeben, nämlich die Wandfüllungen 148a-148d, die ab 1966 fehlten. Ansonsten sind die Daten aus dem Prospekt von 1964 und 1965 gleich mit denen späterer Prospekte.

Die angegebenen Maße für die Kartons weichen teilweise von den Maßen der gefundenen Kästen ab. Die Umstellung auf die größeren Kartons begann wahrscheinlich bereits 1953, weil für die Wandfüllungen (Teil 148) eine Kartonbreite von mindestens 40cm nötig war. Beim Kasten 49M hat man den Karton aber nicht vergrößert.

Ausführliche Preisangaben zu den Kästen sind verfügbar.


Kästen aus der Zeit ab 1950

Bilder des Kastens 48, der Kästen 48M, 49M, 50M und der Ergänzungskästen sind auch verfügbar.


Kasten 49 von etwa 1970 Die letzten bekannten Kästen 49 (siehe Bild links) hatten einen blauen Karton, in dem die Teile lagen - immer noch angeheftet auf Pappkarton. Über diesem Karton war aber, statt des Pappe-Deckels, eine durchsichtige PVC-Abdeckung.

Kasten 50 von 1952 Dieser Kasten 50 von 1952 ist einer der ersten, die nach dem Krieg auf den Markt kamen. Der Karton ist hellblau marmoriert. Das Deckelbild ist aufgedruckt, genauso wie die gelben Lochstreifen und die Stabilraute. Somit bedeckt ein einziges Stück Papier die ganze Deckelfläche. Derartige Kartons gab es bereits in den End-30er Jahren. Damals war die blaue Farbe des Kartons aber eher königsblau, nicht so hell, wie bei diesem Kasten. Zusätzlich war damals das Deckelbild aufgeklebt und noch nicht aufgedruckt.
Die Anordnung der Teile ist etwas anders, als bei den Kästen der Vorkriegszeit. Am Inhalt hat sich nichts geändert.
Aber nicht alle Kartons hatten Anfang der 50er Jahre dieses Aussehen. Man findet noch Kartons mit dunkelblauer Innenauskleidung - vielleicht übrig gebliebene Schachteln aus der Vorkriegszeit, die den Krieg in einem ländlichen Depot überdauerten.


Oben sehen Sie einen Kasten 50 von 1955 (Foto Burkhard Schüttler). Im Inneren befindet sich noch ein Vorlagenheft mit dem alten Deckblatt. Die Wandfüllungen 148a-148d sind neuwertig.
Auf den Wandfüllungen liegt ein zeitgenössischer Farbprospekt. Die dritte Pappschachtel ist eine Nachkaufpackung für Schrauben und Muttern, die dem Kasten im linken länglichen Fach beigefügt wurde.

Kasten 50M von etwa 1965 Das linke Bild zeigt einen Kasten mit Motor von etwa 1965.
Vom Inhalt her ist es ein 50M, der aber statt des Knirps-Federmotors einen Stabil-Federmotor enthält.
Solche Kästen wurden in den Mitt- bis End-60ern in Supermärkten verkauft. Statt eines Pappe-Deckels wurde auch hier eine durchsichtige PVC-Abdeckung benützt. Es waren Einzelkästen, bei denen auf den Nachkauf eines Ergänzungskastens wenig Wert gelegt wurde.

Kasten 51 von 1960
Oben sehen Sie einen Kasten 51 von 1960 (Foto Burkhard Schüttler). Der Kasten enthält bereits die Plastik-Füllplatten 95-95c in verschiedenen Farben. Hier sehen wir von jeden Plattentyp je ein Exemplar in einer anderen Farbe. Das ist unter den aufgefundenen Kästen nicht immer so. Die runden Schachteln für Schrauben und Kleinmaterial sind noch aus Pappe. Die Wandfüllungen 148a-148d sind neuwertig.

Kasten 52 von 1962 Links sehen wir einen gut erhaltenen Kasten 52 von 1962. Es ist kaum damit gespielt worden. Die meisten Teile im Unterkasten sind noch original angeheftet auf den Kartons. Nur die große Kartonplatte, auf der sich u.A. die PVC-Füllplatten 95-95c befanden, ging verloren. Diese Teile finden jedoch im Einsatz unter den Durchbrochenen Platten 1c ausreichend Platz. Die Wandfüllungen 148a-148d und der Schraubenzieher mit Holzgriff 11a fehlen ebenfalls.

Kasten 53 von 1960
Das Bild oben zeigt einen Kasten 53 von 1960. Der Kasten ist nicht ganz vollständig. Er ist kaum bespielt worden. Man erkennt, dass von den Füllplatten in den Farben rot, grün und gelb jeweils nur ein Exemplar im Kasten enthalten ist. Von den blauen Füllplatten sind von jeder Sorte aber 5 Stück vorhanden.
Der Kasten enthält zwei Vorlagenhefte, das Heft 49-52 von 1960 (links unten) und das Heft 53-55 von 1940 (im Einsatz). Fünf runde Schraubenschachteln aus Pappe sind zu sehen, wovon zwei Schrauben und Muttern, zwei weitere die Winkel und eine die Messing-Kleinteile und kleine Gewindestifte enthalten.

Kasten 54a von 1964
Einer der wirklich größten Kästen 54a von 1964 stammt aus der Sammlung von Stephan Ahlbrand. Es ist einer der letzten dieser Art.
Die runden Pappschachteln sind durch Plastikdöschen ersetzt worden. Die Schrauben und Muttern befinden sich in den rechteckigen Pappschachteln, deren Äußeres nun blau marmoriert ist. Im großen mittleren Fach befindet sich das Kugellager 146, das auf die orangefarbene Pappe mit Musterklammern befestigt ist. Aufgenäht auf Karton wurde hier nichts mehr. Nur noch wenige Teile sind mit Musterklammern zusammengefügt.
Unter dieser Pappe sind die vier großen Autoreifen 84 (hier nicht sichtbar) abgelegt.
(Anfang der 50er Jahre waren die Teile auf der mittleren Pappe aber noch aufgenäht.)

Bilder des Kastens 48, der Kästen 48M, 49M, 50M und der Ergänzungskästen 49a-54a sind auch verfügbar.


Hinweis !

Zusammengestückelter Kasten 53a Der linke Kasten 53a ist nicht original. Die verkauften Kästen 53a waren auch anders einsortiert. Dieser Kasten enthält die Kleinen Flanschenräder 22a aus Messingblech, wie sie in den End-20ern hergestellt wurden. Die enthaltene Antriebsrolle 8 stammt aus den frühen 20er Jahren. Auf der Lochscheibe aus Holz 15a kann man noch einen darauf geschriebenen Preis des Einzelteils erkennen, zu dem es der Spielzeughändler abgab.

Immer wieder wird der Verdacht geäußert, dass Stabil-Material in den Handel kam, als die Fa. Walther die Produktion der Kästen schon längst eingestellt und sich von allem Material getrennt hatte.

So findet man bei Auktionen öfters wunderbar erhaltene Kartons mit oft unvollständigem, aber neuwertigem Inhalt. Auffällig an diesen Kästen ist das Fehlen des Datumsstempels. Das ist aber kein ausreichendes Kriterium, denn die Firma Walther hat ab Mitte 1966 ihre Kästen auch nicht mehr gestempelt.
Manchmal findet man diese Kästen ohne Datumsstempel auch vervollständigt vor, in wenigen üblen Fällen - wie hier gezeigt - sogar mit Teilen aus den 20er Jahren.

Es scheint also Leute gegeben zu haben, die Stabil-Material nach der Einstellung der Produktion erworben haben, die damit Kästen zusammengestellt haben und diese später zum Verkauf angeboten haben.
Diese Kästen sind nicht original, aber dennoch nützbar. Ihr Handelswert entspricht dem Wert der enthaltenen Teile. Historisch betrachtet sind sie wertlos.


Chaos-Kästen

Bei vielen Auktionen und auf vielen Flohmärkten tauchen immer wieder Kästen auf mit einem Teileinhalt, der zu keinem bekannten Stabil-Baukasten passt. Der Inhalt der Kästen hinterlässt einen Eindruck, als ob man willkürlich irgendwelche Stabilteile wahllos einfach in die Kartons gefüllt hätte.
Die Kästen zeigen keine Angabe einer Kastennummer und besitzen keinen Datumsstempel. Alle diese Kästen haben einen roten Karton als Boden, darüber befindet sich die PVC-Abdeckung als Deckel. Das eigentlich charakteristische dieser Kästen ist aber, dass ihnen meist ein englisches Vorlagenheft 49-52 mit der Jahresangabe 1931 beiliegt. Auch niederländische Vorlagenhefte ähnlichen Alters wurden darin gefunden.
Über die Herkunft dieser Kästen ist nichts bekannt. Aber wir wissen, dass die roten Verpackungen aus den End-60ern stammen. Die englischen Vorlagenhefte sind Überbleibsel aus Franz Walther's gescheitertem Versuch von 1931, in England seine Baukästen zu verkaufen.
Ich kann nur vermuten, dass diese Reste von Stabil-Material nach der Aufgabe der Produktion irgendwie - nicht jedoch durch die Fa. Walther - in den Handel kamen. Reguläre Stabil-Baukästen sind das nicht.
Undefinierbarer Kasten Undefinierbarer Kasten


Vorlagenhefte ab 1950

Wie bei Stabil generell üblich, gab es ein Vorlagenheft 49-52, das den Kästen ab 49a beilag, und ein Vorlagenheft 53-55, das zu den Kästen ab 52a gehörte. Für die Kästen 49 und 49M gab es ein eigenes Vorlagenheft, das als Teilmenge des Heftes 49-52 nur die einleitenden Seiten und die Modelle der Kästen 49 und 49M zeigte. Außerdem enthielt dieses Heft zusätzliche Reklameseiten, die Modelle aus größeren Kästen zeigten.

Eine Neuauflage des Vorlagenheft 53-55 gab es seit 1930 nicht mehr. Den Kästen ab 52a wurde bis zum Ende ein Nachdruck das Vorlagenheft 53-55 mit einem Druckdatum von 1940 beigelegt. Auch das Deckblatt entspricht dem Jahr 1940. Offensichtlich hatte man damals so viele Hefte gedruckt, dass selbst 1970 noch welche übrig waren. Das Heft ist als Kopie verfügbar.

Bei den Heften 49-52 von 1951 wird noch das gleiche Deckblatt verwendet, wie vor dem Krieg. Nur ist der Firmensitz jetzt nicht mehr "Berlin SO 36" sondern "Berlin Neukölln". Die Deckblattinnenseiten sind jetzt leer, sie enthalten keine Reklame mehr. Sie bleiben leer bis zum Ende. Die Rückseite der Hefte zeigt, wie schon in den 20er Jahren, welche Modelle man mit den einzelnen Kästen bauen kann. Sie ist etwas bunter gestaltet als früher. Das Bild der Stabilfabrik fehlt - die ist ja im Krieg zerstört worden. Man findet dort auch die Jahresangabe. Diese Gestaltung der Rückseite wurde nur 1956 minimal geändert, als man die neuen Modell-Endnummern eintrug.
Auffällig am Inhalt des Heftes ist, dass von Modellbau-Wettbewerben nicht mehr die Rede ist, und dass die Teile 61 bis 83b für die Erfinderbaukästen fehlen. Dafür wurde die Seite mit dem Titel "NEUE STABIL-TEILE" fälschlicherweise erweitert um die Teile 84-84c, 85, 86, 87 (Stabil-Autoreifen, Langlochflacheisen, Gewindestiftwinkel, Lappenschraube) und 60-60d (Glatte Wellen).
Neu im Heft ist eine Seite mit Stabil-Antriebs-Motoren (der Knirps-Federmotor und der alte Stabil-Federmotor) und eine allgemeine Seite zu den Stabil-Metallbaukästen.
Die Modelle haben sich nicht geändert. Die früheren "Patentzahnräder" nennt man jetzt schlicht "Zahnräder Nr 25c-25f".
Ansonsten gleicht das Heft dem von 1936. Genauere Angaben zum Heft von 1955 sind verfügbar.

Vorlagenheft 49 und 49M von 1953 Im Vorlagenheft 49/49M von 1953 (Bild links) und auch im Vorlagenheft 49-52 sind bereits die neuen Motore, der Knirps-Federmotor, der neue Stabil-Federmotor und der frühere Stabil-Elektromotor der Nachkriegszeit abgebildet.
Die neuen blauen Füllplatten 95-95c sind bei den Abbildungen der Teile und im Inhaltsverzeichnis der Kästen bereits eingearbeitet.

Aus den Jahren 1952, 1953, 1954 ist noch ein derartiges verkürztes Vorlagenheft für die Kästen 49 und 49M bekannt. Zum Heft von 1952 sind genaue Angaben verfügbar.

Deckelbild eines Kastens 53a von etwa 1963 Ab dem Jahr 1955 zierte ein neues Deckelbild die Baukästen mit einem Jubiläums-Zeichen "50 Jahre". Im Bild links sehen Sie ein solches Deckelbild. Das gleiche Motiv findet man auch auf dem Deckblatt der neuen Vorlagenhefte 49-52 und 49/49M. Die beschriebenen Modelle sind aber immer noch die gleichen wie 1936.
Im Inhaltsverzeichnis der Kästen sind bereits Autoreifen 84a für die Kästen 52 und 53 vermerkt.

Auch das verkürzte Vorlagenheft des Jahres 1955 für die Kästen 49 und 49M ist mit dem neuen Deckelbild, aber den alten Modellen bekannt.

Das Vorlagenheft 49-52 von 1956 ist ein neuer Meilenstein des Stabil-Systems. Es erschienen eine ganze Reihe neuer Modelle. Die älteren aus dem früheren Heft übernommenen Modelle wurden alle neu gezeichnet. Dieses Heft wurden dann bis zum Ende nicht mehr geändert.
(Es wurde dieses Heft auch mit der Jahreszahl 1955 auf der Rückseite gefunden. Das Heft lag jedoch in einem Kasten 50 vom Oktober 1956.)
Das Heft von 1956 zeigt die Zahnräder 25c-25f bei den Abbildungen der Teile noch nicht richtig. Erst ab 1957 werden sie korrekt abgebildet.
Ab 1958 wird der Batterie-Elektromotor im Vorlagenheft gezeigt. Das Bild des Stabil-Federmotors wird herausgenommen. Der Stabil-Federmotor ist aber weiterhin lieferbar.
Eine Kopie des Heftes aus dem Jahr 1960 ist verfügbar. Wie das zeitlich zugehörige Heft 49/49M aussah, wird dort auch beschrieben.

Vorlagenheft 49-52 von 1966 Die Vorlagenhefte von 1966, 66. Auflage, sind die letzten bekannten Hefte 49-52. Sie zeigen das Jubiläums-Zeichen "50 Jahre" nicht mehr auf dem Deckblatt. Man erkennt dort seitdem einen großen gelben Fleck.
Im Heft von 1966 wird auch der Stabil-Elektromotor für 20V nicht mehr erwähnt. Er wird nicht mehr angeboten. In der Inhaltsliste der Kästen sind die Wandfüllungen 148a-d nicht mehr aufgeführt.
Das zuletzt gedruckte bekannte Vorlagenheft ist ein Heft 49/49M, 65. Auflage, 1967. Es zeigt die im Heft 49-52 von 1966 eingeführten Änderungen nicht. Anscheinend hat man ein älteres Heft einfach ohne genauere Kontrolle nachgedruckt.

Vom neuen Heft 49-52 sind folgende Jahrgänge bekannt : 1956, 1957, 1958, 1960, 1961, 1962, 1964, 1966.
Vom neuen Heft 49/49M sind folgende Jahrgänge bekannt :1956, 1957, 1958, 1959, 1960, 1962, 1964, 1967.

Vorlagenhefte für das Ausland sind aus der Zeit ab 1932 nicht mehr gefunden worden.


Ausgewählte Modelle ab 1956

Kasten49M50M 5152
Zufügungen 3 3 1413
Streichungen 18 9 1821
Modelle 195514162 5133
Modelle 195612656 4725
Bei der Überarbeitung der Vorlagenhefte im Jahr 1956 kamen einige neue Modelle hinzu, es fielen aber auch viele alte weg. Dies zeigt die Tabelle rechts.
Während die Modellemenge der Kästen 49 und 50 nur ausgedünnt wurde, so kann man beim Kasten 51 von einer richtigen Überarbeitung sprechen.
Beim Kasten 52 wurden die meisten Altmodelle herausgenommen.

Leider bekamen die neu hinzugefügten Modelle meist nur noch eine dürftige Bauanleitung. Die klaren technischen Namen, mit denen früher Franz Walther die Unterbaugruppen seiner Modelle bezeichnete, fehlen fast immer.

Fahrbarer Kran aus Kasten 49M Das Modell links kann mit einem Kasten 49M gebaut werden. Das Achslager 18 ist mit der Achse 4, auf der das Zahnrad 25d und die Seilrolle (35a+9+7+9+2*2d) befestigt sind, um die senkrechte Achse drehbar. Die senkrechte Achse bilden zwei Schrauben, die aus den abgebogenen Löchern des Winkelbandes 18 oben und unten herausragen. Die senkrechte Achse, und damit auch das Winkelband 18, wird durch das 3-Loch-Flacheisen a um 180 Grad gedreht. Dadurch lässt sich bei gleicher Motordrehrichtung der Lasthaken heben oder senken.
Ein realisiertes Modell ist mit Video verfügbar.
Das Modell gibt es in ähnlicher Form auch für den Kasten 50M, bei dem dann der Ausleger größer und stabiler gestaltet ist.

Roboter aus Kasten 51 Der Roboter aus Kasten 51 fasziniert in Konstruktion, Aussehen und Spielwert. Es wird nur eine relativ kleine Menge an Teilen benötigt.
Der Motor wird mit zwei Doppelwinkeln 2b an den Rumpfvorderseiten befestigt und legt sich gegen den Gewindestift 4a an. Auf die Antriebsachse, die über das Zahnrädchen 25g vom großen Zahnrad der Federachse angetrieben wird, kommen auf jeder Seite zwei Stellringe 7 und eine Kurbel aus 2-Loch-Flacheisen und Schrauben 3e. Die beiden Kurbeln sind um 180 Grad gegeneinander versetzt und arbeiten gleitend in den Drahtösen 40, die dadurch das wechselseitige Bewegen der Beine erreichen. Vom Oberarm 19a führt eine Schnur über den Stehbolzen (4a+9) an das obere Ende der Drahtöse 40. Dadurch erfolgt die Armbewegung. Befestigt man an den Fußspitzen zwei flach nach hinten gerichtete Stecknadeln, so kann sich der Roboter auf einem Teppich vorwärts bewegen. Das Gesicht ist aus Pappe aufgeklebt. Der Federmotor gehört nicht zum Kasten 51.
Ein realisiertes Modell ist verfügbar. Die Armträger 18 sollte man, nicht mit Gewindestiften 4, sondern besser mit 5-Loch-Flacheisen an der Hinterseite befestigen.
Die folgenden beiden Seiten drucken Sie bitte im Querformat aus.

Otto-Motor aus Kasten 52
Der Otto-Motor aus Kasten 52 lässt sich wohl mit keinem anderen Metallbaukastensystem in gleicher Art realisieren, da nur Stabil die ringförmigen Räder aufweist. Alle Pappen sind mit P bezeichnet.
Bei diesem Modell wurden die Baugruppen wieder in der Art benannt, wie es Franz Walther schon in den 10er und 20er Jahren getan hat. Die Funktion des Motors wird anhand kurzer technischer Angaben dargelegt. Der kleine Ingenieur muss sich durch genaues Betrachten der Zeichnung die Arbeitsweise des Motors selbst beibringen - Technik im Selbststudium.
Ein realisiertes Modell ist mit Video verfügbar.
Bagger aus Kasten 52
Der Bagger aus Kasten 52 ist gängigen Spielzeugen der 50er Jahre nachempfunden. Leider fehlt hier die klare technische Bezeichnung der Baugruppen, was ja ein Qualitätsmerkmal der frühen Stabil-Vorlagen war. Die kurze Beschreibung gibt gerade einmal die allernötigsten Hinweise zum erfolgreichen Bauen des Baggers her.


Stabil-Teile ab 1950

Die Teile des Jahres 1950 entsprechen weitgehend den Teilen von 1938.
Natürlich wurden zuerst einmal Restbestände aufgebraucht, die den Krieg überdauert hatten. Wenn danach aber neue Teile hergestellt werden mussten, so hatten diese die im Folgenden beschriebenen Eigenschaften.
Die Schnurräder 5, 5a, 5b, 5c, 88, die Flanschenräder 22, 22a, die Scheibenräder 23 werden nur noch aus vernickeltem Eisenblech hergestellt, wenn alte Vorräte verbraucht wurden. Der Mitnehmer 7b ist aus Eisen und ist vernickelt. Die Sperrfeder 27 und die Klemmplatte für Drahtösen 40b sind jetzt auch aus vernickeltem Eisenblech.
Aus Massivmessing sind die Teile 7, 7a, 8, 9, die Kegelräder 24, 24a, 24b, das Kronenrad 32 und die Schnecke 32a.
Die Lochscheiben aus Holz 15, 15a sind jetzt genau gebohrt. Der Fördergurt 33 wird (spätestens ab 1956) nur noch aus blauem Stoff beigelegt.
Die Kegelräder 24, 24a, 24b und die Zahnräder 25, 25a, 25b wurden etwa 1952-1954 aus Zink oder einem Ersatzmaterial gefertigt. Diese Teile wurden aber alle vermessingt. Wahrscheinlich war der Korea-Krieg (1950-1953) die Ursache. Danach ging man wieder auf Messing über.

Von Mitte 1951 ab gibt es einen neuen Elektromotor mit roten Seitenplatten.
Auch die besonderen Teile des früheren Kastens 55 sind wieder lieferbar. Das große 3-teilige Kugellager 146 wird jetzt wieder aus vernickeltem Eisenblech hergestellt - wie schon am Anfang der 20er Jahre. Nur sind jetzt die Nieten in 146c aus Aluminium.

Ab 1953 gibt es den neuen Stabil-Federmotor, der in seiner gespeicherten Energie an den Vorkriegsmotor nicht heranreicht, der aber leistungsmäßig durchaus mit den großen Federmotoren der Mitbewerber mithalten kann.
Neue Teile sind die Füllplatten 95-95c aus hellblauem PVC, die einfacher zu handhaben sind als die entsprechenden Produkte der Mitbewerber. Sie sind außen rundum mit Langlöchern versehen, in der Mitte gibt es keine Löcher. Es gibt sie in den Größen 3*5, 5*5, 5*7, 5*11 Loch. Sie liegen den Kästen ab Größe 49 bei.
Weiterhin liegen ab 1953 jedem Kasten ab 49 je ein Papierbogen der Wandfüllungen 148, 148a, 148b, 148c bei.Die Muster auf den Wandfüllungen wurden bis 1956 mehrfach geändert.

Ab 1954 findet man den Kreuzkopf für Kardangelenk" (Teil 86a) in den Vorlagenheften als neues Teil abgebildet. Die Wandfüllungen haben jetzt die Nummern 148a-148d. Die Zahnräder 25c-f werden nun aus gelbem Kunststoff gefertigt.
Spätestens ab 1954 sind die kleinen Autoreifen 84b auch in den Kästen 48 und 49. In den Kästen ab 50a sind 4 Autoreifen 84a für die Flanschenräder 22 enthalten.

1956 wurden die Gewindestifte 4a von 90mm auf 100mm verlängert.
Die Antriebsspirale 40cm lang, Nr. 34b wurde aufgegeben. In den Kästen ab 53a wurde sie durch 2 Antriebsspiralen 20cm lang, Nr. 34a ersetzt.
Eine neuere Version des Elektromotors wird in den Vorlagenheften gezeigt.
Als neues Teil muss die Madenschraube 7c genannt werden. Sie wird jetzt erst offiziell als Teil aufgeführt, obwohl die Schnecke 32a schon immer eine Madenschraube besaß. Die neue Madenschraube ist besonders für den Stellring 7a, den Mitnehmer 7b, die Kegelräder 24, 24b und die Zahnräder 25 geeignet.
Vor Einführung der Madenschraube 7c hat man stattdessen die Schraube 3 verwenden müssen.

Ab 1957 gab es Plastik-Füllplatten in den Farben blau, gelb, rot und grün. In diesen Farben wurden sie bunt den Kästen beigelegt. In den kleineren Kästen 49 und 50 war fast immer von jeder Füllplatte ein Exemplar blau, das andere gelb.
Es erschien der Batterie-Elektromotor.

Um 1958 wurde die Glatte Welle 60a von 90mm auf 100mm verlängert, was auch im Inhaltsverzeichnis des Vorlagenheftes so vermerkt ist. Man findet aber das Teil von 90mm Länge auch noch in Kästen von 1964. Die neuen Teile wurden offensichtlich mit den alten durchmischt, und danach wurde in die Kästen einsortiert.
Im Vorlagenheft haben die Flacheisen jetzt endlich eindeutige Nummern. Man unterscheidet 1/2 bis 1/25 sowie 1/11D und 1/25D.

1961 erschien letztmals ein neues Teil, die Plastikniete 96. Sie wurde nie im Vorlagenheft abgebildet. Als ein reines Zukaufteil war sie nur in den Prospekten der Firma Walther aufgeführt.

Ende 1962 wurden die runden Schraubenschachteln aus Pappe durch durchsichtige runde Plastikdosen ersetzt. In einer Übergangszeit von mindestens 3 Monaten wurden in einige Kästen noch Pappschachteln gegeben. Die blauen Aufkleber für die Pappschachteln wurden in die Plastikdose gelegt (nicht verklebt).

Ab 1966 waren die Wandfüllungen 148a-d nicht mehr in den Kästen enthalten. 1967 waren die Holzstäbchen 39 und die Plastiknieten 96 nicht mehr lieferbar. 1968 war auch die Lappenschraube 87 nicht mehr erhältlich. Anfang 1970 gab es keine Propeller 90, 90a mehr.


Inhaltsverzeichnis und Abbildungen der Teile

Die Teileliste 1936 gilt noch für die Jahre bis 1952. Es sind nur Materialabweichungen zu berücksichtigen. Ab 1953 wurden den Kästen zusätzlich blaue Füllplatten 95 bis 95c, Wandfüllungen 148 bis 148d und Madenschrauben 7c beigegeben, was in der Teileliste 1936 natürlich fehlt. Auch die Autoreifen 84a, die ab 1955 den Kästen 50a und größer beilagen, findet man erst in späteren Listen.

Ein Inhaltsverzeichnis der Kästen von 1957 finden Sie in der Teileliste 1957, die aus den Vorlagenheften übernommen wurde. Informationen aus einigen aufgefundenen Kästen dieser Zeit wurden darin zusätzlich verwertet.
Die Glatte Welle 60a findet man erst ab etwa 1958 mit einer Länge von 100mm; davor war das Teil nur 90mm. Man findet aber auch noch in Kästen von 1964 das Teil mit 90mm Länge.
Ab 1966 wurden die Wandfüllungen 148a-148d den Kästen nicht mehr beigelegt.

Die Abbildungen der Teile von 1960 sind verfügbar

Bitte beachten Sie, dass in den Vorlagenheften im Teil "Abbildung der Stabilteile" die Zahnstange für Zahnräder 25c-25f (Teil 20a) und die Große Lochscheibe 35 immer falsch gezeichnet sind. Auch die Biegsame Welle 34c ist immer mit 2 Gewindestiften und 2 Muttern gezeichnet, die nicht zum Teil 34c selbst gehören, sondern nur dessen Anwendung zeigen.
Im Jahr 1956 wurden einige wenige Teile abgeändert. Auch wurde das Vorlagenheft 49-52 grundlegend überarbeitet, wobei die Teile alle neu gezeichnet wurden. Die Teile der Erfinderbaukästen fehlen jetzt natürlich.
Die Plastikniete 96, wurde nie in die Abbildungen der Einzelteile in den Vorlagenheften aufgenommen.
Bitte beachten Sie :
In den neuen Baukästen sind viele Teile mit Musterklammern auf Pappen befestigt. Diese Klammern gibt es in zwei Größen. Die Firma Walther empfahl, die Klammern beim Bau der Modelle mit zu verwenden, insbesondere zum Befestigen der Plastik-Füllplatten und wenn für die Modelle mehr Schrauben benötigt werden, als im Kasten vorhanden sind.
Die Klammern, bei Walther hießen sie "Heftklammern", sind aber keine Stabilteile, sie haben keine Teilenummer und werden bei der Gesamtanzahl der Teile im Kasten nicht mitgezählt. Bei Mitbewerbern war das anders.


Die Metallbaukasten-Hersteller Meccano und Märklin

Ich gebe hier einen kurzen Überblick über das, was sich bei Meccano und bei Märklin im betrachteten Zeitraum änderte und was bei diesen neu eingeführt wurde. Eine generelle Betrachtung über die übrigen Mitbewerber vom Walther erfolgt an anderer Stelle.
Insgesamt verlief die Entwicklung bei Stabil recht ruhig, wenn man dem die vielen Änderungen bei den Systemen der Mitbewerber gegenüber stellt.

Entwicklung des englischen Meccano Systems ab 1947

Das englische Metallbaukasten-System Meccano durchlief viele Änderungen nach dem Krieg [Love,Gamble].
So wurde 1949 die Fabrik in Frankreich verkauft. Es wurden dort jedoch weiter Baukästen hergestellt. Eine Auseinanderentwicklung war abzusehen. Die Vorlagenhefte wurden zwar gleich gehalten, aber das Aussehen der Kästen war unterschiedlich.

Ab 1947 ging man in England wieder zurück auf die Farben grün und rot. In Frankreich blieb man dagegen bei gold und blau.
Es wurden nach dem Krieg nicht mehr alle Teile aus der Vorkriegszeit gefertigt. Aber bereits 1953 wurde eine ganze Reihe neuer Teile entwickelt, u.a. Messingzahnräder mit 15 und mit 60 Zähnen.
Bis 1954 wurden die gesamten Vorlagenhefte überarbeitet. Für den größten Kasten, den Meccano 10, wurden 1954 grundlegend neue Modelle geschaffen.
Ab 1958 wurde der Kasten 10 in einem Schränkchen mit 4 Schubladen geliefert. Die Farben der Teile sind jetzt auch deutlich heller.
1959 wurde die Verpackung und generell das Äußere der Kästen zeitgemäß angepasst. Die Teile liegen in einer Kunststoffform, sind also nicht mehr auf Pappkarton aufgenäht.

1962 gab es wieder neue Vorlagenhefte mit neuen Modellen für die Kästen 0 bis 9. Die Vorlagen des Kastens 10 blieben. Die neuen Vorlagenhefte zeigen viele, sehr detaillierte Bilder anhand derer man die Modelle problemlos nachbauen kann. Die ausführliche Beschreibung zum Bau der Modelle, wie man sie von Heften früherer Jahre kennt, fehlt vollkommen. Die vielen neuen Bilder benötigen mehr Platz auf den Seiten der Vorlagenhefte. Folglich wurde die Anzahl der aufgeführten Modelle merklich reduziert.
1963 wurde der von Meccano France entwickelte Elektrobaukasten "Elektrikit" eine viel beachtete Neuigkeit - just ein Jahr, nachdem Märklin sein Elex-Programm eingestellt hatte.

1964 gab es ernste Verluste bei Meccano in England. Die Stammfirma in Liverpool musste verkauft werden. Hornbys Erben hatten nicht mehr viel übrig vom einstigen Wirtschaftsimperium. Die neue Führung hatte viele neue Vorstellungen und brachte allerlei neue Produkte heraus. Am wichtigsten dürfte das Plastic Meccano sein, wie es heute noch vertrieben wird.
Eine weitere Idee war es, neue Farben der Meccano-Teile wieder einmal einzuführen. Flacheisen und Winkeleisen sind jetzt matt silbern, abgewinkelte Platten und Räder schwarz, Füllplatten gelb.
1970 wurden die Farben schon wieder geändert. Diesmal aber auch bei Meccano France. Man wollte ein einheitliches Erscheinungsbild aller Meccano-Kästen erreichen. Flacheisen und Winkeleisen wurden verzinkt, abgewinkelte Platten und Räder ab 2" blau und Füllplatten gelb. Bis 1996 wurde dieses Farbschema von Meccano France weitgehend durchgehalten.
Leider wurde 1970 auch der Kasten 9 aus dem Programm genommen. Seine Modelle wurden dem Kasten 10 zugeschlagen. Der ehemalige Kasten 8 bekam jetzt die Nummer 9, ebenso wurde jeder kleinere Kasten um eine Nummer angehoben. Nach außen sah das ganze wie eine Preissenkung aus.
Ebenfalls 1970 wurden die Vorlagenhefte der neuen Kästen 1-7 neu gestaltet. Die Vorlagen zeigen neue Modelle und sind jetzt in Farbe. Die Vorlagen für die neuen Kästen 8 und 9 wurden nicht geändert. Es sind Nachdrucke der Modelle der früheren Kästen 7 und 8. An den Modellen des Kastens 10 wurden ebenfalls nicht geändert. Es sind die Modelle von 1954.

In den 70er Jahren wurden Themenbaukästen verkauft mit teilweise eigenem Farbschema, z.B. Militär-Fahrzeuge, Baufahrzeuge, Uhren.
Da wundert es nicht, dass man in England 1978 nochmals die Farben der Flacheisen dunkelblau und die Füllplatten dunkelgelb machte. Nochmals wurden neue Baukästen A und 1-5, ein Raumfahrt- und ein Meccanoids-Kasten herausgebracht.
Dann, am 30.11.1979 nachmittags, wurden die Arbeiter des englischen Meccano Werks in Liverpool informiert, dass die Fabrik nun an diesem Tage schließe - ohne irgendeine Vorwarnung. Durch eine mehrmonatige Fabrikbesetzung konnten sich die Belegschaft noch eine Abfindung sichern.

Meccano France produzierte in Calais (Frankreich) das Programm von 1970 weiter bis 1986. Das Farbschema von 1970 wurde bis 1995 beibehalten.
1987 und nochmals 1989 wurden die Kästen 1-4 überarbeitet, wurden neu sortiert mit neuen Teilen und erhielten neue, relativ kleine Vorlagenhefte.
1991 gab es wieder eine Überarbeitung, diesmal der Kästen 1-6, auch mit neuen Vorlagen.
Zumindest bis 1992 wurden noch die Kästen 7-10 weiter produziert. Dann wurden diese eingestellt.
Der Kasten 10 kostete zuletzt im Geschäft etwa 12000 Francs - das entsprach damals knapp 4000 Mark.

1996-1998 erschienen nochmals Kästen 1-6, "Evolution" genannt, mit rot/gelbem Farbschema, mit aufwändig gestalteten großen Vorlagenheften. Aber es gab keine Ergänzungskästen mehr.

Parallel zu den regulären Meccano-Baukästen wurden seit den 70er Jahren immer wieder neue Themenbaukästen vertrieben. Anscheinend konnten mit diesen Kästen höhere Umsätze erzielt werden als mit den regulären Kästen. Die Vielfalt dieser Themenbaukästen ist enorm. Das Spektrum reicht vom Mini-Traktor bis zur Weltraumstation. Sogar eine ganze Reihe neuer Teile wurde für all diese Kästen entwickelt.

Nach 1998 findet man in erster Linie Themenbaukästen und Kästen mit Metall- und Plastikteilen im Programm. Auch Plastic Meccano gibt es noch.
Ein weniger attraktives Modell des früheren Kastens 10 wurde zum 100. Geburtstag von Meccano als Jubiläumskasten angeboten - der letzte größere Kasten überhaupt.
Da Meccano noch im Handel ist, können Sie sich ja über das aktuelle Angebot informieren.


Entwicklung des Märklin Systems ab 1947

So grundlegende Änderungen wie bei Meccano gab es beim Märklin-System nicht. Ich berichte hier kurz über die Entwicklung des Märklin Metallbaukastens ab 1947 [u.a. Fitting].

Nach dem Krieg wurden die Systeme Marbi und Minex nicht mehr produziert. Ebenso verschwanden die Zusatzkästen für Uhren, Transportanlagen und Maschinen-/Brückenbau. Nur die ELEX-Elektrokästen wurden wieder neu aufgelegt.
Die Teile der neuen Kästen gab es nur noch in den Farben grün (Flachbänder und Winkelträger), rot (Platten und Räder bis 50mm), blau (große Räder und Verkleidungsplatten) und schwarz (Winkel und Kleinteile). Die Farbe gelb, die vor dem Krieg für kleinere Räder verwendet wurde, tauchte nicht mehr auf.

1947 wurde das normale Märklin System neu nummeriert. Die Kästen bekamen jetzt die Nummern 99 bis 105. Sie hatten neue Inhalte, und die Verpackungen waren deutlich größer. Wenn man die Teilelisten der neuen Kästen näher betrachtet, so findet man schnell heraus, dass den alten Vorkriegskästen einfach nur großzügig neue Teile beigelegt worden sind.
So ist der Kasten 103 aus dem ehemaligen Kasten 3 entstanden. Man hat die neuen Verkleidungsplatten und einige zusätzliche Teile beigelegt. Der neue Kasten 103 erreichte jedoch den Umfang des früheren Kastens 4 nicht.
Es entstanden so neue Kästen, die wegen ihrer Teilevielfalt attraktiver waren, als die Kästen der Vorkriegszeit.
Einen Kasten 106, der eine Erweiterung des größten Kastens 6 der Vorkriegszeit hätte sein können, hat man nicht aufgelegt.

Für die neuen Kästen wurden völlig neue Vorlagenhefte erstellt. Sie hatten etwa DIN A4 Format und waren damit größer als die Hefte der Vorkriegszeit. Die ersten Vorlagenhefte für die großen Kästen zeigten allerdings nur wenige Modelle, dafür einige schöne Farbdrucke. Erst in den 50er Jahren wurde eine ausreichende Anzahl neuer Modelle für die größeren Kästen angeboten. Die Anzahl der Farbdrucke wurde dagegen reduziert.

Die neue Teile dieser Zeit sind u.a. die Verkleidungsplatten aus Alublech, die aus Minex übernommen wurden. Meccano war da wohl der Ideenlieferant, wenn man von Lilienthal einmal absieht.

1957 wurde die Nummerierung der Märklin Baukästen nochmals geändert auf 1009-1015. Ein Kasten 1015 entspricht dem früheren 105. Auch die Märklin Teile bekamen 1957 neue fünfstellige Nummern. Die Ergänzungskästen haben Nummern 1029-1036. Ein Kasten 1012 und ein Ergänzungskasten 1032 ergeben einen 1013. Der große Ergänzungskasten 1034 kann auch aus den Kästen 1035 und 1036 zusammengestellt werden. : 1014+1034=1015, aber auch 1014+1035+1036=1015.
Die Inhalte der Kästen wurden bei dieser Neunummerierung jedoch nicht geändert.

1962 wurde der ELEX-Kasten eingestellt. Ebenso verschwanden die Ergänzungskästen 1035 und 1036.
1963 verschwand der Großkasten 1015. Wollte man dessen Modelle bauen, so musste man auf den 1014 und den Ergänzungskasten 1034 zurückgreifen.

Mitte der 60er Jahre erhielten die Kartonverpackungen ein moderneres Aussehen. Die grüne Aufmachung der Kartons verschwand. Die Teile lagen in Kunststoffformen. Die Vorlagenhefte erhielten ein anderes Deckblatt. Die Modelle wurden aber nicht geändert.

1976 wurde das Sortiment umgestellt. Es gab jetzt nur noch die Kästen A, B, C mit Ergänzungskästen E1 und E2. Der Kasten C entspricht weitgehend dem früheren 1012. Die Verpackungskartons sind jetzt grau. Das neue Vorlagenheft zeigt die Konstruktion der Modelle jetzt anhand von Farbbildern. Es ist vollständig in Farbe auf Hochglanzpapier gedruckt.
1979 erschienen Themenbaukästen zum Bau großer Lokomotiven, dem Adler, einer Rangier-Elektrolok und der Güterzuglok 50. Letzteres Modell hat eine Länge von 1.65m.
Weiter erschien der Ergänzungskasten E3. Aus Kasten C und E3 erreicht man den Umfang des früheren 1013, aber ohne Elektroteile, dafür aber mit zusätzlichen Zahnrädern.
1980 kam die orangene Serie : Themenbaukästen für Landmaschinen, Baufahrzeuge und LKWs. Die Flachbänder und viele andere Teile dieser Kästen sind orange, nicht grün lackiert. 1981 folgte noch ein Seilbahnkasten.

1987 wurde das gesamte Programm wieder überarbeitet. Die Teile sind wieder grün/rot, wie vorher auch schon. Die neuen Kästen werden M30, M50 und M60 genannt. Ergänzungskästen sind E30 und E50. Der Inhalt der neuen Kästen ist jedoch völlig anders, als bei den bisherigen Kästen. So tauchen jetzt erstmals Flachbänder von 4 Loch im kleinsten Kasten auf. Wieder wurde ein neues Vorlagenheft erstellt.
1994 erweiterte man das System noch um einen Kasten M100 sowie den Ergänzungskasten E60, der einen M60 zu einem M100 macht. Dieser Kasten M100 ist wieder ein richtiger Großkasten mit über 1400 Teilen. Es gibt sogar ein eigenes Vorlagenheft für diesen Kasten.
Die Verpackung dieser Kästen ist außen mit leuchtend rotem Hintergrund gestaltet, mit darauf verteilten Modellen und Einzelteilen. Auch die Vorlagenhefte zeigen ein entsprechendes Deckblatt.
Dieser Kasten ist wohl der letzte reguläre Märklin Metallbaukasten.

Neben den regulären Baukästen erschienen zwischen 1987 und 1999 Themenbaukästen zu LKWs (1996), Eisenbahnwagen, Traktoren (1991), Unimogs (1994), mehrere Solarbaukästen. Auch ein Industrieroboter (1987) war dabei.

1989 gab es einen Jubiläumskasten zum 75 Jahr der Märklin Metallbaukästen. Es ist ein Kasten 3 mit einem Nachdruck des Vorlagenheftes von 1927.
Wie bei Walther kennt man bei Märklin den Beginn des eigenen Metallbaukastens auch nicht und gibt stattdessen ein Anfangsdatum an, das ein früherer Eigentümer aus der Erinnerung falsch daher gesagt hat.
Den Märklin Metallbaukasten gab es nämlich erst ab Juni 1919.

Aber auch Großmodelle wurden in dieser Zeit herausgebracht :

1999 gab Märklin die vorläufige Einstellung des Metallbaukastens bekannt. Es erschien unter dem Namen Märklin später zwar noch ein Bagger-Großmodell (ca. 4700 Teile) und ein älterer Kasten als Replik. Diese wurden aber von anderen Firmen entwickelt und hergestellt.


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