Stabil : Autoreifen

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Beschrieben werden hier die Teile :



Allgemeines

1927 wurden von der englischen Firma Meccano erstmals Gummireifen angeboten für deren 3"- und 2"-Räder. Bereits 1925 hatte man Gummiringe für die 3"-Räder, die von Kunden immer wieder gewünscht wurden. 1929 zog die Fa. Märklin für ihre 50mm-Räder nach. Stabil hatte keine 50mm-Metallräder (abgesehen von Teil 15), und deshalb stellte Walther 1930 Autoreifen aus Vollgummi für den kleinen Radkranz 21a vor (Stabil- und Record-Zeitung Nr. 7 vom Mai 1930).
In den 30er Jahren hatten alle namhaften Hersteller Gummireifen im Programm, nicht nur für die größeren Räder der gehobenen Kästen, sondern auch für die kleinen 25mm-Räder der Kleinkästen. Aber nur Walther gab die kleinen Reifen konsequent den Baukästen bei.
Erfreulicherweise übernahm kein deutscher Hersteller die "Road Wheels" (Teil 187) der englische Firma Meccano als billigen Ersatz für eine Gummibereifung in den mittleren Kästen. Diese "Road Wheels" waren aus Blech geformt und hatten aufgemalte Reifen.

Generell kann man sagen, dass die Stabil-Autoreifen gut geeignet sind für Modelle, die Fahrzeuge der 30er Jahre darstellen.
Für Fahrzeuge der 50er Jahre und der Folgezeit sind die Reifen im Verhältnis zum Rad zu klein. Neuere Fahrzeuge haben dickere Reifen.
Erst die Reifen 84b der 60er Jahre, und nur diese, kamen der zeitlichen Entwicklung der Technik etwas entgegen.


Autoreifen für Radkranz 21 (Teil 84c) und Autoreifen für Radkranz 21a (Teil 84)

Autoreifen 84c und 84
Links im Foto sehen Sie einen Autoreifen 84c auf dem Großen Radkranz 21.
Erschienen ist er 1932 (Stabil- und Record-Zeitung Nr. 11 vom Mai 1932, Seite 11). Dieser Reifen war nur Zusatzteil, und er war nie in Kästen enthalten.
Die Reifen 84c sind eigentlich breite Gummiringe, die wegen ihrer geringen Dicke nur für Traktormodelle verwendbar sind.
Ohne eingesetzten Radkranz beträgt der Außendurchmesser 130mm, die Breite 19mm. Es wurde bisher nur das Streifenprofil gefunden.

Rechts unten ist der Autoreifen 84 auf dem Kleinen Radkranz 21a gezeigt.
Erschienen ist er 1930. Die Reifen wurden nur den Kästen 54a und 55 beigegeben.
Ohne eingesetzten Radkranz beträgt der Außendurchmesser 98-102mm, die Breite 17mm.
Zwei Reifenprofile sind bekannt : Winkelprofil (siehe Mitte oben im Bild) und Streifenprofil (rechts unten).
Die Reifen mit Winkelprofil haben die Aufschrift "STABIL" nur auf einer Seite, während die anderen Reifen die Aufschrift beidseitig zeigen.
Alle Abbildungen der Reifen von 1930 bis 1955 zeigen das Winkelprofil, weshalb man annehmen kann, dass dieses das ältere ist. Reifen mit Streifenprofil sind in einem Kasten 54a von 1939 gefunden worden.

Reifen anderer Hersteller für 65mm-Räder passen nicht auf die Kleinen Radkränze 21a, denn die Kleinen Radkränze 21a haben real einen Durchmesser von 66mm. Man kann Gummireifen aber mit etwas Geduld und Zeit auch weiten.

Das Foto zeigt die Radkränze von innen und von außen. Man sieht sofort, dass sich beispielsweise LKW-Zwillingsreifen oder ein LKW-Vorderrad mit den Radkränzen wirklichkeitsnäher nachbilden lassen als mit den Rädern manch anderer Metallbaukasten-Hersteller. Als ein Beispiel mag das Modell eines Müllautos dienen.


Autoreifen für Schnurrad 5a oder Flanschenrad 22 (Teil 84a)

Auf dem Foto unten, in der unteren Reihe, sehen Sie Autoreifen 84a für das Schnurrad 5a oder das Flanschenrad 22.

Der linke Autoreifen ist auf ein Flanschenrad 22 montiert. Rechts davon liegt der gleiche Reifen ohne Rad.
Es ist klar ersichtlich, dass sich der Außendurchmesser eines Reifens vergrößert, wenn er auf ein Rad gezogen wird.
Der Autoreifen 84a erschien 1931 (Stabil- und Record-Zeitung Nr. 10 vom Dezember 1931). Die Reifen wurden 1931 nur den Kästen 54a und 55 beigegeben.
Erst 1955 kamen die Autoreifen 84a auch in die Stabil Grundkästen ab Größe 51.
Ohne Rad ist der Außendurchmesser 57-60mm, meist 57.5mm ohne Rad. Es ist nur das Streifenprofil gefunden worden.
Es sind zwei Chargen bekannt, die sich durch die Reifenbreite unterscheiden. Die dünneren Reifen (Breite 10-11mm) gab es in den 30er Jahren (in Kasten 54a von 1939 gefunden). Zu den anderen Zeiten gab es die breiteren Reifen (Breite 12-13mm).


Autoreifen für Schnurrad 5 oder Schnurrad 5c (Teil 84b)

Autoreifen 84b, darunter 84a Das Foto links zeigt in der oberen Reihe drei Autoreifen 84b für die Schnurräder 5 oder 5c.

Links oben liegt ein Anfangsmodell, 9mm breit, von etwa 1936 mit zeitgenössischem Rad 5 aus Messingblech.
In der Mitte folgt ein Reifen, 7mm breit, ohne Rad, vom Anfang der 60er Jahre.
Rechts sehen wir ein Exemplar von etwa 1965 auf einem vernickelten Rad 5. Dieser Reifen ist aus Plastik, während alle anderen Stabil-Autoreifen aus Vollgummi bestehen.

Der Autoreifen 84b erschien 1931 (Stabil- und Record-Zeitung Nr. 10 vom Dezember 1931). Die Reifen 84b wurden zunächst nur den Kästen 46 im Jahre 1932 beigegeben. 1934 wurden die neuen Kästen 46KM und 48M, sowie alle normalen Kästen ab Größe 50 damit ausgestattet. 1935 wurden sie dem 47KM beigefügt und 1936 dem 49M und 50M. Nur die Kästen 48 und 49 enthielten vor dem Krieg keine Autoreifen. Ab 1936 wurde dieser Sachverhalt auch in den Inhaltsverzeichnissen der Vorlagenhefte so festgehalten. Andere Metallbaukasten-Hersteller in In- und Ausland haben bei den kleinen Autoreifen erst nach dem Krieg gleichgezogen.

Nachkauftüte Etwa ab 1941 wurden den Stabilbaukästen keine Autoreifen mehr beigelegt. Statt dessen war in den Kästen ein Zettel enthalten, der versprach, dass 3-6 Wochen nach dem Krieg der Zettel kostenfrei gegen 4 Autoreifen eingetauscht werden könne. Ob das Versprechen nach dem Krieg noch gültig war ?
Jedenfalls wurden in den 50er Jahren Zukaufpackungen (siehe Bild rechts) mit vier Reifen 84b zum Kauf angeboten, die den Nachholbedarf abdecken sollten.
Beim Neubeginn nach dem Krieg, wurden spätestens ab 1952 die Autoreifen 84b allen Grundkästen, auch den Kästen 48 und 49, beigegeben.

Von den Reifen 84b gibt es mindestens 3 Varianten.

Alle Stabil Autoreifen 84, 84a, 84c und auch die kleinen Autoreifen 84b bis etwa zum Jahr 1965 haben (fast immer beidseitig) die Aufschrift "STABIL" in Großbuchstaben erhoben aufgeformt.
Der Name "Stabil" ist dann noch in die meisten Schraubenschlüssel 10 und 10a eingeprägt. Weiterhin findet man den Namen Stabil noch auf einigen wenigen Chargen des Schraubenziehers mit Holzgriff 11a. Auf den anderen Stabil-Teilen findet man ansonsten keine Aufschrift, die auf das System Stabil hinweist.

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