Stabil : Durchbrochene Platten

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Beschrieben werden hier die Teile :

Hinweise auf ähnliche Teile, die an anderer Stelle beschrieben werden :



Die "Durchbrochene Platte 7*5 Loch groß" und die "Quadratplatte 3*3 Loch groß" bis 1920

Teil 1b von 1912, Vorderseite Teil 1b von 1912, Rückseite

Oben sehen Sie die "abgebogene Lochplatte 7 Loch lg. 5 Loch br.". Unter dieser Bezeichnung wurde Teil 1b im Jahr 1912 dem damals neuesten und größten Kasten 54 beigegeben. Man getraute sich, nur ein Exemplar dem Kasten 54 beizugeben - und das bis 1920. Erst bei den neuen Kästen von 1921 war man großzügiger.
Die ersten Kästen 54 enthielten nachweislich noch nicht die große Durchbrochene Platte 1c, die 1913 erschien. Man kann deshalb für das Teil 1b das Anfangsjahr 1912 angeben.
Auffällig an dem Teil sind die abgerundeten Ecken und die runden Löcher in den Abbiegungen.
In den damaligen Vorlagenheften ist das Teil ebenfalls mit runden Löchern an den abgebogenen Seiten abgebildet.
Das Teil wurde aus einem Blech herausgestanzt, bei dem nur eine Seite vernickelt war. Man erkennt das auch an den nicht vernickelten Kanten und an den dunklen Innenzylindern der Löcher. Die Vorderseite des Teiles (linkes Bild) ist hochglänzend vernickelt - das Millimeterpapier wird im Teil gespiegelt. Die Rückseite (rechtes Bild) ist dagegen dunkelgrau. In dem Kasten, der dieses Teil enthielt, waren auch noch andere Teile aus einseitig vernickeltem Blech. (Teile aus einseitig vernickeltem Blech sind auch vom System "Walther's Ingenieur Bauspiel" bekannt.)
Offensichtlich wurde zur Herstellung des Teils plattiertes Blech verwendet, bei dem nur auf einer Seite eine Nickelschicht aufgewalzt wurde.

Teil 1b von 1914 Das Bild links zeigt das Teil, wie es in einem Kasten 53a aus dem Jahre 1914 gefunden wurde. In den abgebogenen Teilen sind Langlöcher. Die Ecken sind scharfkantig spitz. Man hätte nur noch die Quadratplatte ausstanzen müssen, um das Teil der frühen 20er Jahre zu erhalten.
Das Inhaltsverzeichnis des Kastens 53a von 1914 (aufgeklebt auf die Rückseite des Kastendeckels) zeigt das Teil bereits mit einem aufgedruckten Rahmen für die Ausstanzung in der Mitte. In den Kästen 53a von 1915 (und eventuell später noch) wurden jedoch die vernickelten Restbestände aus 1914 aufgebraucht. Das Foto im nächsten Kapitel zeigt diese Ausstanzung, wie sie aus dem Jahr 1918 bekannt ist.

Im Vorlagenheft von 1916 sind erstmals auch die Abbildungen aller damals verfügbaren Einzelteile enthalten. Dort wurde Teil 1b schon als Durchbrochene Platte 5*7 Loch groß geführt. Erst im Vorlagenheft von 1919, bei der Abbildung der Teile, wo immer noch das Bild von 1914 verwendet wird, findet man jetzt die Unterschrift Durchbrochene Platte 7*5 Loch gr. u. eingesetzte Platte 1e 3*3 Loch gr.. Somit bekommt Teil 1e erst im Jahr 1919 seine eigene Teilenummer. Aber erst im Vorlagenheft von 1925 wird die Quadratplatte, getrennt von der Durchbrochenen Platte 1b, in einer separaten Skizze als eigenständiges Teil gezeigt. Erst jetzt bekommt es auch seinen endgültigen Namen Quadratplatte 3*3 Loch groß.


Die "Durchbrochene Platte 11*5 Loch groß" und die "Rechteckplatte 7*3 Loch groß" bis 1920

Teile 1c, 1d, 1e aus den 10er Jahren Im Bild links sehen Sie drei Durchbrochene Platten 1c aus den Jahren 1915 bis 1920. Rechts davon finden Sie eine Platte 7*3 Loch und eine Quadratplatte aus dem Jahr 1918.

Im April 1913 wurde das DRGM für die große Durchbrochene Platte 1c und deren Ausstanzung erteilt. Diese wurden in ihrer bekannten Form den Kästen ab Nr. 50 beigegeben. Die Kästen ab 54 enthielten sogar 2 davon.
Durch dieses Teil erweiterten sich die Baumöglichkeiten enorm. Bei den Kleinkästen verdoppelte sich dadurch sogar die Anzahl der Modelle.
Mit der Abschaffung der hölzernen Sockelplatten wurde es im Jahr 1915 notwendig, zwei Teile 1c und 1d schon in den Kasten 52 zu geben. Im Kasten 55 waren damals vier solche Teile enthalten.

Die ersten Teile waren vernickelt. Die Ecken sind spitz und stellen so eine Verletzungsgefahr dar. Die Länge der gefundenen Teile aus der Zeit von 1913 bis 1914 liegt zwischen 136 und 138mm. In den abgebogenen Stücken sind bei allen Funden nur Langlöcher vorhanden.
Wegen kriegsbedingter Beschränkungen wurden ab Ende 1914 keine Teile mehr vernickelt. Auch die Verwendung von Messing war verboten.
Im Bild links oben sehen Sie eine Durchbrochene Platte 1c von etwa 1916. Das Material ist graues, raues und unbehandeltes Blech. Die Ecken sind noch spitz - eine Verletzungsgefahr ist gegeben.
Im Bild links unten ist eine Durchbrochene Platte 1c von 1920 zu sehen. Es ist ein Teil schon aus der Nachkriegszeit. Das Material ist wahrscheinlich verzinktes Blech, bei dem die Zinkschicht nahezu vollständig dunkelgrau wurde. Die Ecken sind jedoch schon abgerundet.
In der Mitte des Bildes ist eine weitere Durchbrochene Platte 1c senkrecht angeordnet. Dieses Teil ist wahrscheinlich aus einer besonderen Charge der Jahre 1913/1914. Es gibt jedoch zu wenig Hinweise, um die Jahresangaben beweisen zu können. Die Oberfläche des Teils erscheint in einem dunklen Gelb und erinnert an verschmutztes Messing. Die Ecken des Teils sind spitz. Das Teil wurde höchstwahrscheinlich vermessingt. Eine ähnliche Oberflächenbehandlung ist von der Lochscheibe 35a der Jahre um 1914 bekannt. Es wurden auch schon Flacheisen mit vermessingter Oberfläche gefunden.

Alle drei Durchbrochenen Platten auf dem Bild sind um 1-2mm länger als die Teile ab 1921. Das Blech ist nur 0.6mm dick. Man kann diese Platten also relativ leicht verbiegen. Die Rundlöcher haben 4.0-4.1mm Ø. Die Langlöcher sind 4.05*8.4mm. Genauere Werte zu den Teilen finden Sie in der Tabelle unten.

Im Bild rechts oben ist eine Rechteckplatte 1d von 1918 zu sehen. Die Rechteckplatte wurde zusammen mit der großen Durchbrochenen Platte 1c im Jahr 1913 eingeführt. Die Rechteckplatte wurde jedoch in den Jahren 1913-1914 nur Platte 7*3 Loch genannt. Erst im Vorlagenheft von 1916 taucht erstmals der endgültige Name Rechteckplatte 7*3 Loch gr. auf. Überlegungen zur Ausstanzung finden Sie an anderer Stelle.


Die "Durchbrochene Platte 7*5 Loch groß" und die "Quadratplatte 3*3 Loch groß" ab 1921

Teile 1b und 1e von 1960 Das Foto links zeigt die Durchbrochene Platte 7*5 Loch groß (Teil 1b), wie sie im Jahr 1960 den Kästen beigegeben wurde.
Die Teile der Jahre 1921-1940 und 1950-1970 sehen gleich aus. Nur um 1941-1943 sind von der Durchbrochenen Platte 1b verzinkte Stücke hergestellt worden. Die Quadratplatte 1e blieb auch in dieser Zeit vernickelt.
Rechts im Foto ist die Quadratplatte 3*3 Loch groß (Teil 1e) zu sehen.
Es sind immer genau so viele Teile 1b wie Teile 1e in einem Kasten. Ab 1921 waren zwei Teile 1b und 1e in den Kästen ab Größe 52, im Kasten 54 waren drei und im Kasten 55 waren es vier.
Die Teile aus der Zeit vor 1921 sind oben beschrieben.

Von 1921 bis etwa 1940 hat die Durchbrochene Platte 1d eine
Länge von 87.0mm, eine Breite von 65.3mm und eine Höhe (Abbiegungen) von 15.0mm. Die Ausstanzung ist 37.3*37.3mm.
Ab 1941 ist die Länge nur 86.5mm, die Ausstanzung aber 37.5*37.5mm.
Alle diese Angaben haben eine Toleranz von +-0.2mm.
Im Zeitraum ab 1921 ist das Blech 0.8mm dick. Die Ecken sind abgerundet. Sowohl die Ausstanzung als auch die Quadratplatte haben leicht gerundete Ecken.
Die Rundlöcher haben 4.1-4.2mm Ø. Die Langlöcher sind 4.1*8.7mm. Ab 1940 sind die Löcher bis 4.25mm breit.
Die zugehörige Quadratplatte 1e ist sowohl in Länge als auch Breite immer um 0.1-0.2mm größer als die Ausstanzung im Teil 1b. Überlegungen dazu finden Sie an anderer Stelle.
Einige ausgewählte Teile habe ich genau vermessen. Die Werte finden Sie in einer Tabelle unten. Die Quadratplatte ist oft nicht quadratisch. Länge und Breite können sich minimal unterscheiden.


Die "Durchbrochene Platte 11*5 Loch groß" und die "Rechteckplatte 3*7 Loch groß" ab 1921

Teile 1c und 1e von 1970 Das Foto links zeigt die Durchbrochene Platte 11*5 Loch groß (Teil 1c), wie sie im Jahr 1960 den Kästen beigegeben wurde.
Die Teile der Jahre 1921-1940 und 1950-1970 sehen gleich aus. Nur um 1941-1943 sind von der Durchbrochenen Platte 1c verzinkte Stücke hergestellt worden. Die Rechteckplatte 1d blieb auch in dieser Zeit vernickelt.
Rechts im Foto ist die Rechteckplatte 7*3 Loch groß (Teil 1d) zu sehen.
Es sind immer genau so viele Teile 1c wie Teile 1d in einem Kasten. Ab 1921 waren ein Teil 1c und 1d in den Kästen ab Größe 49 (später auch im Kasten 48), im Kasten 52 waren zwei, im Kasten 54 waren vier und im Kasten 55 waren es sechs.
Die Teile aus der Zeit vor 1921 sind oben beschrieben.

Die Maße des Teils haben sich zwischen 1921 und 1970 mehrfach geringfügig geändert. Wenn man eine Toleranz von +-0.4mm zulässt, so kann man für die Durchbrochene Platte 1c eine
Länge von 136.4mm, eine Breite von 65.4mm und eine Höhe (Abbiegungen) von 15.2mm angeben. Die Ausstanzung ist 87.4*37.7mm. In den frühen 20er Jahren ist das Teil nur 65.0mm breit.
Das Blech ist meist 0.8mm dick. Die Ecken sind abgerundet. Sowohl die Ausstanzung als auch die Rechteckplatte haben leicht gerundete Ecken.
Die Rundlöcher haben 4.2mm Ø. Die Langlöcher sind 4.1*8.7mm. Ab den 50er Jahren sind die Löcher 4.2mm breit.
Die zugehörige Rechteckplatte 1d ist sowohl in Länge als auch Breite immer um 0.1-0.2mm größer als die Ausstanzung im Teil 1c. Weicht die Ausstanzung in Teil 1c ab, so weicht die Größe von Teil 1d entsprechend ab. Überlegungen dazu finden Sie an anderer Stelle.
Bemerkenswert jedoch ist, dass die Quadratplatte 1e immer in der Ausstanzung der Platte 1c Platz findet. Die Quadratplatte ist 37.4mm breit, während die Ausstanzung in 1c 37.7 mm breit ist.
Einige ausgewählte Teile habe ich genau vermessen. Die Werte finden Sie in einer Tabelle unten.

Bei der Durchbrochenen Platte 1c und bei der Rechteckplatte 1d schwankt die Länge des Teils im Laufe der Zeit merklich, nämlich um +-0.4mm. Eventuell kann dieser Sachverhalt zu einer genaueren Datierung herangezogen werden. Die beiden Teile sind jedoch sehr zahlreich hergestellt worden, mit vielen Chargen. Eine Untersuchung wäre recht aufwändig.
Um 1941 wurde nur Teil 1c verzinkt; Teil 1d wurde weiter vernickelt.
In den End-60er Jahren wurden vereinzelt Teile stark glänzend vernickelt.


Die "Trapezplatte, groß" und die "Trapezplatte, klein"

Die Form der Trapezplatten mit ihrer Ausstanzung geht zurück auf ein DRGM der Firma Walther aus dem Jahr 1914 für eine Trapezplatte zu deren damals neuen Metallbaukastensystem Miniatur. Diese Trapezplatte wurde verbessert und im Jahr 1921 auch dem System Stabil zugefügt.

Die Trapezplatte von Stabil unterscheidet sich deutlich von den Trapezplatten der Mitbewerber. Die Abbiegungen sind nämlich oben und unten, nicht an den Schrägseiten. Dadurch verliert das Teil zugegebenerweise an Stabilität. Aber durch die parallelen Abbiegungen oben und unten ergeben sich viele exklusive Baumöglichkeiten, die man bei den anderen Systemen vermisst. Weiterhin ist eine große Freiheit der Positionierung durch die Langlöcher der Abbiegungen gegeben. Durch die Ausstanzung gewinnt man ein zusätzliches Teil 19a, während das entstandene Ausstanzloch neue Freiheiten der Modellgestaltung bietet. Die Trapezplatte von Stabil bietet dadurch weit mehr Einsatzmöglichkeiten als die entsprechenden Teile anderer Metallbaukasten-Hersteller. Außerdem kann das Teil recht einfach gebogen werden.

Trapezplatten 19 und 19a Das Foto links zeigt zweimal die Trapezplatte, groß (Teil 19) und auf der rechten Seite einmal die Trapezplatte, klein (Teil 19a).
Die Teile der Jahre 1921-1940 und 1950-1970 sehen gleich aus. Nur um 1941-1943 sind von der großen Trapezplatte 19 verzinkte Stücke hergestellt worden. Die kleine Trapezplatte 19a blieb auch in dieser Zeit vernickelt.
Es sind immer genau so viele Teile 19 wie Teile 19a in einem Kasten. Ab 1921 waren zwei Teile 19 und 19a in den Kästen ab Größe 50, im Kasten 54 waren vier und im Kasten 55 waren es sechs.

Ab etwa 1927 hat die große Trapezplatte 21 eine Länge von 89.5mm. Die Breite ist unten 62.3mm und oben nur 37.8mm. Die Höhe (Abbiegungen) ist mit 17.5mm etwas groß. Die Ausstanzung ist unten 33.9mm breit und 61.9mm hoch.
Die frühen Exemplare, um 1924, sind mit einer Länge von 88.3mm etwa 1mm kürzer. Die Angaben haben eine Toleranz von +-0.1mm, bei der Höhe ist es +-0.2mm.
Das Blech 0.8mm dick. Die Ecken sind abgerundet. Auch die Ausstanzung und die kleine Trapezplatte 21a haben gerundete Ecken.
Die Rundlöcher haben 4.15-4.3mm Ø. Die Langlöcher sind 4.2*8.5mm.

Die kleine Trapezplatte 19a ist sowohl in Länge als auch Breite immer um 0.1-0.2mm größer als die Ausstanzung im Teil 19. Ist die Ausstanzung größer, so ist auch Teil 19a größer (und umgekehrt). Überlegungen dazu finden Sie an anderer Stelle.
Einige ausgewählte Teile habe ich genau vermessen. Die Werte finden Sie in der Tabelle unten.

Vor 1915 wurde die Teilenummer 19 für den Sockel benutzt.


Überlegungen zur Ausstanzung

Aufgrund vieler Untersuchungen an Teilen konnte folgender Herstellungsvorgang für die Teilekombinationen 1b/1c, 1c/1d und 19/19a rekonstruiert werden :
Dass Außenteil (1b, 1c, 19) und Innenteil (1e, 1d, 19a) aus einem gemeinsamen Stück Blech hergestellt wurden, erkennt man sogleich an deren Form. Dass in den Kästen immer die gleiche Anzahl von Innenteilen und Außenteilen enthalten ist, ist als weiterer Beleg anzusehen.
Der endgültige Nachweis kann anhand von Stanzfehlern erbracht werden. Die Stanzkanten sind nämlich nicht gerade, sondern mehrfach leicht gebogen. Genau diese Form der Stanzkante ist sowohl an Außenteil wie an Innenteil in gleicher Art feststellbar. Sie rühren vom Stanzwerkzeug her. Die Produktchargen sind (insbesondere bei den Teilen 1c/1d) auch groß genug, um stichhaltige Aussagen zu treffe. Selbst als man die Maße der Teile leicht abänderte, und man dabei auch die Größe der Öffnung im Außenteil änderte, so wurde zeitnah auch die Größe des Innenteils mit geändert.

Nun gibt es aber einige Besonderheiten, die Zweifel an der gemeinsamen Herstellung von Innenteil und Außenteil aufkommen ließen.
Als wichtigste Beobachtung ist zu vermerken, dass die Maße der Öffnung im Außenteil immer 0.1-0.2mm kleiner ist als die Außenmaße des Innenteils. Außenteil und Innenteil passen also nie genau ineinander.
Diese Eigenschaft ist ein schon immer bekannter Mangel bei diesen Stabil-Teilen. Wenn man Innenteil und Außenteil getrennt gefertigt hätte, wäre sinnvollerweise eine kleinere Abmessung des Innenteils gewählt worden, um den Mangel gar nicht erst entstehen zu lassen.
Man muss davon ausgehen, dass, durch das Ausstanzen selbst, das Innenteil etwas größer, und die Öffnung im Außenteil etwas kleiner wird. Selbst als die Firma Walther die Größe der Öffnung bei einem Außenteil leicht abänderte, erfolgte zeitgleich eine Änderung der Außenmaße des Innenteils. Und selbst nach der gemeinsamen Änderung blieb das Innenteil immer 0.1-0.2mm größer als die Öffnung im Außenteil.
Diese Beobachtung wurde bei den Rahmenteilen der Erfinderbaukästen, ja sogar bei deren Ringen und Bögen in gleicher Weise nachvollzogen.

Weitere Zweifel an der gemeinsamen Fertigung ergaben sich aus Funden aus der Zeit um 1941. Die Außenteile waren damals verzinkt, die Innenteile vernickelt.
Hier kann man annehmen, dass nur die großen Teile kriegsbedingt verzinkt werden mussten. Kleine Teile durften anscheinend weiterhin vernickelt werden.

Dann gibt es Funde von Kästen, bei denen sich Innenteil und Außenteil stark unterscheiden. So war in einem dänischen Kasten 53 von etwa 1916, hergestellt für Illum, ein Teil 1c mit 1.4mm (!) Materialdicke gefunden worden, während Teil 1d, wie auch alle Flacheisen im Kasten, nur 0.5mm dick war.
Hier ist zu bemerken, dass - gerade in der Zeit des ersten Weltkrieges - immer das Material genommen wurde, das gerade verfügbar war. Die Vielfalt der Teile war entsprechend groß. Die Teile wurden auch noch von mehreren Lieferanten bezogen. Bei Walther wurden die Teile mit der gleichen Teilenummer dann alle in einen gemeinsamen Vorratsbehälter zusammengegeben und so miteinander vermischt. Und aus diesem Behälter wurden dann die Kästen gefüllt - von Arbeitskräften, die mit dem Metallbauspiel sonst nie etwas zu tun hatten.


Maße einiger Teile 1b, 1c, 1d, 1e, 19, 19a

TeileJahr Maße [L*B*H]Ausschnitt
[L*B]
Mat.-
Dicke
Rund-
loch Ø
Lang-
loch Ø
Platte [L*B] Bemerkung
1b1912 87.2*64.4*13.1ohne0.654.2   abgerundet, einseitig vernickelt
1b1914 87.0*65.0*16.0ohne0.784.05 4.05*8.6 spitz, vernickelt
1b1914 87.8*65.0*16.1ohne0.754.1 4.2*8.6 spitz, vernickelt
1e1918   0.74.1  37.45*37.55verzinkt
1b/1e1924 87.0*65.2*15.137.2*37.30.84.2 4.1*8.737.4*37.5 
1b/1e1928 87.0*65.5*14.837.3*37.30.84.15 4.05*8.737.4*37.4 
1b/1e1936 87.0*65.3*15.037.30.84.2 4.1*8.837.4*37.5 
1b/1e1941 86.4*65.5*15.137.5*37.50.854.25 4.25*8.737.45*37.45 
1b/1e1960 86.6*65.5*15.037.50.84.2 4.2*8.537.6*37.7 
1c1914 138.3*65.15*16.287.4*37.60.94.1 4.05*8.7 spitz, vernickelt
1c/1d1914 136.7*65.5*16.487.4*37.50.84.1 4.3*8.787.6*37.7spitz, vernickelt
1c? 137.8*65.2*15.387.5*37.70.64.1 4.05*8.4 spitz, vermessingt
1c?1916 138.4*65.3*14.987.5*37.70.74.0 4.1*8.4 spitz, unbehandelt
1d1918   0.84.1  87.56*37.65grau
1c1919 137.3*65.2*16.086.7*37.70.64.0 4.0*8.3 abgerundet, verzinkt
1c/1d1924 136.4*65.0*15.387.6*37.70.854.2 4.1*8.787.7*37.9 
1c/1d1928 136.3*65.5*15.287.2*37.70.84.2 4.0*8.787.3*37.7 
1c/1d1936 136.1*65.5*15.287.2*37.70.84.2 4.1*8.887.7*37.81d-Dicke:0.9
1c/1d1960 136.6*65.5*15.087.5*37.70.84.2 4.2*8.687.7*37.85 
1c/1d1970 136.8*65.7*15.087.45*37.70.84.2 4.2*8.487.7*37.9  
19/19a1924 88.3*37.6-62.3*17.962.0*33.70.854.15 4.18*8.262.4*34.0 
19/19a1927 89.5*37.8-62.5*17.361.9*33.90.84.25 4.2*8.762.0*34.019a-Dicke=0.7
191941 89.45*37.8-62.6*17.961.8*33.90.754.3 4.25*8.5  
19/19a1960 89.5*37.9-62.6*17.561.9*33.90.84.2 4.25*8.5562.0*34.0 
191970 89.5*37.8-62.6*17.561.8*33.80.84.2 4.2*8.5  


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