Stabil Spezial-Teile für Kanonenbaukästen

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Beschrieben werden hier die Teile :



Allgemeines

Die hier beschriebenen Teile - aber auch der Holzstellring 7c - wurden speziell für die Kanonenbaukästen 46KM und 47KM entwickelt. Die Teile wurden nie in den Vorlagenheften 49 oder 49-52 aufgelistet.

Knirps-Federmotor mit Rädern Der spezielle Holzstellring 7c hat die gleichen äußeren Maße wie der Stellring 7. Er wird wird bei den Stellringen beschrieben.
Er dient bei den Kanonenbaukästen nur als Abstandshalter. Da die in den Kanonenbaukästen verwendeten Schnurräder 5c keine Verdickung der Nabe hatten, war die Verwendung von Abstandshaltern sehr sinnvoll. Man hätte sonst mehr Muttern in den Modellen verbauen müssen (siehe Bild links - die Nummer 1 verweist auf einen Holzstellring).
Um 1937 wurden die Holzstellringe in den Kanonenbaukästen durch normale Stellringe ersetzt. Die Haltbarkeit der Holzteile war wohl nicht ausreichend. Die Teilenummer 7c für die Stellringe in den Kanonenbaukästen behielt man jedoch bei.

In der Inhaltsliste des Kanonenbaukastens 47KM sind die Schrauben 3e und 3f ausdrücklich genannt. In den anderen bekannten Inhaltslisten werden diese Schrauben zu den normalen Schrauben (Teil 3) hinzugerechnet.

Als Räder wurden in den Kanonenbaukästen die Schnurräder 5c verwendet, eine kostengünstigere Abart des Schnurrades 5, die auch in den Kleinkästen Knirps 2 und Stabil 46 enthalten waren.


Sitz für den Knirps-Federmotor (Teil 92)

Knirps-Federmotor mit Sitz Sitz
Der Sitz wird nur auf den Knirpsmotor aufgesteckt, wie das linke Bild zeigt (Autor Jürgen Kahlfeldt). Vorne an der Gabel sind keine Löcher, sondern eingepresste Dellen. Man benötigt also keine Schrauben zum Anbringen des Sitzes.

Wie das rechte Bild zeigt, gab es zwei Varianten des Sitzes. Bei der älteren Variante ist nur ein kleines Loch in der Sitzfläche, bei der späteren Variante (etwa ab 1938) sind es deren drei, die ganz nahe beieinander liegen und sogar ineinander übergehen (rechts im Bild).
Bei den Figuren, den "Soldaten der Kraftfahrtruppe", ist unten ein Metallstift eingesetzt, den man beim Spiel durch das Loch des Sitzes steckt. Dadurch wird verhindert, dass die Figur vom Sitz herabfällt, wenn das Modell über unebenen Grund fährt.

Da die Figuren in ihrem Aussehen und Abmessungen stark voneinander abweichen, ist der Metallstift im Unterteil der Figuren nie an der gleichen Stelle. Damit man die Figuren aber immer problemlos auf den Sitz bringen konnte, hat man die Sitze später mit mehreren Löchern versehen.
Im Vorlagenheft steht, auf den Sitz passen die überall erhältlichen Lineolsoldaten oder andere.


Geschützrohr 85 mm lang, schwarz (Teil 93)
Geschützrohr 110 mm lang, farbig (Teil 93a)

In Spielzeugkanonen der Firma Hausser Elastolin sind derartige Geschützrohre auch eingearbeitet worden. Die Firma Walther hat diese Teile somit zugekauft. Dabei wurde genommen, was der Markt gerade günstig hergab.

Kasten 46KM
03.11.1936
Rohr: 73mm
Gesamt: 85mm
Geschützrohr 85mm lang, 1936
Kasten 47KM
28.10.1939
Rohr: 74mm
Gesamt: 83mm
Geschützrohr 85mm lang, 1939
Kasten 47KM
29.02.1940
Rohr: 73mm
Gesamt: 83mm
Geschützrohr 85mm lang, 1940
Links im Bild sehen Sie Geschützrohre 85mm lang (Teil 93) aus verschiedenen Funden.
Zu jedem Teil ist der Kasten genannt, in dem es gefunden wurde. Dazu ist auch der im Kasten befindliche Datumsstempel, die Rohrlänge und die Gesamtlänge des Teils vermerkt.

Im Innern der Geschützrohre befindet sich eine Zugfeder. Zieht man an der Öse, wird die Feder gespannt, lässt man los, schnellt die Spannvorrichtung zurück. Man kann mit den Kanönchen also Erbsen verschießen.
Die Blechnasen, an denen die Rohre gelagert wurden, konnten leider auch abbrechen. Bei manchen Modellen musste man sie ja sogar nach Innen biegen (siehe untere kleine Kanone).

Kasten 46KM
03.11.1936
Rohr: 95mm
Gesamt: 107mm
Geschützrohr 110mm lang, 1936
Kasten 47KM
28.10.1939
Rohr: 104mm
Gesamt: 120mm
Geschützrohr 110mm lang, 1939
Kasten 47KM
29.02.1940
Rohr: 104mm
Gesamt: 120mm
Geschützrohr 110mm lang, 1940
Im Bild links ist das Geschützrohr 110mm lang (Teil 93a) aus verschiedenen Zeiten zu sehen.
Es gilt das schon beim kleinen Kanonenrohr Gesagte entsprechend.

Das kleinste Rohr 93a hat keine Blechnasen zum Einhängen in die Flacheisen. Statt dessen ist ein so genanntes "Schildzapfenblech" dafür angefalzt.

Die beiden Teile 93 und 93a haben in Wirklichkeit deutlich andere Längen als die von der Firma Walther angegebenen.


Soldat der Kraftfahrtruppe (Teil 94)

FundKasten 46KM
03.11.1936
Kasten 47KM
28.10.1939
Kasten 47KM
29.02.1940
Gewicht29g7g4g
Sitzhöhe34mm39mm32mm
Foto Soldat der Kraftfahrtruppe 1936 Soldat der Kraftfahrtruppe 1939 Soldat der Kraftfahrtruppe 1940
Soldat der Kraftfahrtruppe
Diese Figur dient zum Ausschmücken. Sie ist nur im Kasten 47KM enthalten. Es ist ein Püppchen für Buben.

Offensichtlich wurden die Figuren von anderen Spielwarenherstellern hinzugekauft. Dabei wurde genommen, was der Markt gerade günstig hergab.

Während die Figur von 1936 noch aus massivem Metall besteht, wurden spätere Figuren aus einer Pressmasse hergestellt, welche aus Holzmehl und Knochenleim zusammengebraut worden sein soll. Als Handelsmarken sind mir "Lineol" und "Elastolin" bekannt. Die verkleinerte Figur von 1940 lässt auf kriegsbedingte Sparmaßnahmen schließen.

Die in der Tabelle angegebene "Sitzhöhe" ist der Abstand zwischen Sitzfläche und Oberteil des Kopfes.

Die gefundenen Figuren sind meist in keinem guten Zustand, denn sie lagen nach dem Bau des ersten Modells zusammen mit Flacheisen und anderem Metall im Karton. Sie waren dort so manchen Stößen ausgesetzt.

M.K. hat mir deshalb eine gut erhaltene Figur von drei Seiten fotografiert (Bild unten). Das Bild zeigt die Figur vergrößert. Sie entspricht von der Höhe etwa der darüber gezeigten Figur von 1939. Sie ist real so klein, dass sie im Sitz (Teil 92) bequem Platz findet.

Gut zu erkennen ist der Metallstift, der aus der Unterseite der Sitzfläche ragt. Dieser Metallstift ist in das Loch im Sitz für den Knirps-Federmotor (Teil 92) zu stecken. Auf diese Art kann die Figur nicht vom Fahrzeug rutschen oder fallen.


Die Zielscheibe

Zielscheibe Links im Bild sehen Sie eine Zielscheibe mit der Aufschrift "Wer mit der Kanone aus 1 bis 2 Meter Entfernung den Mittelpunkt trifft, wird ein guter Artillerist !"

Eine derartige Zielscheibe (Durchmesser 63mm) wurde in mehreren Kästen 46KM und 47KM gefunden. Weder in den Vorlagenheften noch in den Prospekten sind die Zielscheiben jedoch erwähnt.

Es kann noch nicht mit absoluter Sicherheit gesagt werden, ob die Zielscheibe eine Beigabe der Firma Walther war. Es spricht aber vieles dafür. Die Zielscheiben wurden bisher in Kästen aus den Jahren 1936 bis 1939 gefunden.

Ich danke Jürgen Kahlfeldt, der mich all die Teile hat fotografieren lassen und der selbst viele der hier beschriebenen Informationen beigebracht hat.

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